24-Stunden-Übung des JRKs
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24-Stunden-Übung des JRKs

Jugendrotkreuz und Jugendfeuerwehren üben den Ernstfall

Fotos: O.Gerbig/Fw. Sprendlingen und D. Krejza/DRK Dietzenbach

Vom 20. bis 21. Juli fand die jährliche 24-Stunden-Übung des Jugendrotkreuzes gemeinsam mit allen Jugendfeuerwehren der Stadt Dreieich statt.

Die Kinder und Jugendlichen wurden während der Übung auf die Feuerwehrwachen Sprendlingen und Offenthal aufgeteilt, wo sie nicht nur gemeinsame Übungen abhielten, sondern auch gemeinsam kochten, aßen und schliefen. Im Laufe des Wochenendes wurde auch darauf geachtet, dass mehrere Übungen mit allen Jugendfeuerwehren und dem JRK gemeinsam stattfanden.

Während den Übungen mussten die Kinder und Jugendlichen viele verschiedene Szenarien absolvieren, in denen sie zeigen konnten, was sie in ihren Vereinen gelernt haben und dass sie schon fast wie die “Großen” Einsätze absolvieren können.

Die 24-Stunden-Übung begann am Samstag gleich mit einem Highlight.

“Alarmierung für die Feuerwehr Sprendlingen und das Rote Kreuz Dreieich. Containerbrand in Dreieich Götzenhain, Containerhof Schiedeck. Mehrere verletzte Personen.”

Nachdem alle Kinder und Jugendliche auf die Wachen verteilt waren und ihre Schlafplätze eingerichtet hatten, alarmierte es zu einem Brand auf dem Containerhof der Familie Schiedeck, die uns freundlicherweise ihren Hof für eine Übung zur Verfügung stellte.

Auf dem Hof mussten eine Person mit einer schweren Kopfverletzung aus einer Grube gerettet werden. Außerdem musste ein Schock, ein Nagel in der Hand und ein Knöchelbruch versorgt werden.

Für die Jugendfeuerwehr gab es zusätzlich noch einen brennenden Container, der gelöscht werden musste.

Kaum war das eine Übungsszenario beendet und die Teilnehmer wollte sich auf den Rückweg zur Wache begeben, kam die nächste Alarmierung:

“Person in Weiher.”

Eine Person war in den Burgweiher gefallen und drohte nun zu ertrinken. Mit leichten Anlaufschwierigkeiten schaffte es die Jugenfeuerwehr die Person mit Hilfe eines kleinen Bootes aus dem Weiher zu retten. Das Jugendrotkreuz übernahm anschließend die Versorgung der Person in Form von Wärmeerhaltung.

Nach der Übung erwartete die Kinder und Jugendlichen auf der Wache nicht nur ein leckeres Abendessen in Form von frischen Hamburgern, sondern auch ein, zu einem Pool umfunktionierten, Waldbrandbecken, in dem die Kinder sich vor einem Heizlaufen schützen konnten.

“Brennende Gartenhütte in Offenthal.”

Direkt nach dem Essen ging es mit einer brennenden Gartenhütte in Offenthal für alle Jugendfeuerwehren und das Jugendrotkreuz weiter. Hier ging es für die Übungsteilnehmer darum, eine brennende Gartenhütte im Vollbrand zu löschen und verletzte Personen in Sicherheit zu bringen.

Neben einer Glasscherbe im Genick und einem Schock, die versorgt werden mussten, hatten das Jugendrotkreuz mit Hilfe der Jugendfeuerwehr zwei Personen auseinander zuhalten, die in einen handfesten Streit über die brennende Gartenhütte geraten waren. Als ob das nicht schon genug wäre, hatten sich auch noch Schaulustige mit Fotoapparaten an der Unfallstelle versammelt, die in Schach gehalten werden mussten.

Mit der Hoffnung auf Ruhe nach so später Stunde kehrten die Teilnehmer in die Wache zurück. Leider hatten sie sich da geirrt, denn ein letztes Mal an diesen Abend sollte für alle Jugendfeuerwehr noch einmal eine Alarmierung folgen.

“Vermisste Personen auf Schulwiese.”

In Sprendlingen hatten sich insgesamt 6 Personen auf der Schulwiese verirrt. Hierbei handelte es sich um zwei ältere Personen, die nach einem gemeinsamen Ausflug den Weg nach Hause nicht mehr fanden. Eine der Personen hat sich hierbei in einem Gebüsch verfangen und den Knöchel verletzt, sodass sie getragen werden musste. Die andere ältere Person konnte mit etwas Hilfe das Gelände verlassen.

Zwei andere Personen hatten sich aufgrund ihres Alkoholkonsums im Gelände der Schulwiese verlaufen, konnten aber, nachdem sie gefunden wurden, mit Hilfe der Jugendfeuerwehr und des Jugendrotkreuz das Gelände ohne weitere Verletzungen verlassen.

Außerdem hatte eine Person ihren Hund verloren und sich im Gebusch den Fuß verstaucht und eine weitere Person in der Dunkelheit den Kopf angesoßen, was später sogar zu einer Bewusstlosigkeit führte.

Auch wenn es einige Zeit dauerte, bis alle verletzten Personen gefunden wurden, so konnten alle Personen problemlos vom Gelände getragen und versorgt werden.

“Ölspur auf Straße mit verletzter Person.”

Gleich am nächsten morgen ging es weiter. Noch bevor der Wecker klingelte, ging die erste Alarmierung ein. In der Daimlerstraße, im Sprendlinger Industriegebiet, war Öl auf einer Straße ausgelaufen. Auf dieser Ölspur war zudem auch noch ein Skateboardfahrer ausgerutscht und hatte sich den Kopf beim Fallen auf der Straße aufgeschlagen. Da die Skateboardfahrerin keinen Helm aufhatte, wurde sie durch den Sturz auch noch bewusstlos.

Während die Jugendfeuerwehr damit beschäftigt war, die Ölspur umweltgerecht zu entsorgen, versorgte das Jugendrotkreuz die verletzte Person mit einer stabilen Seitenlage und einem Kopfverband.

Zurück auf der Wache wurde die Zeit bis zur großen Abschlussübung mit einem Frühstück, dem gemeinsamen Abbauen der Zelte und etwas Ausbildung verbracht. Hierbei hatten die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit einmal auf der neuen Sprendlinger Drehleiter den Ausblick über Dreieich zu genießen.

“Brennt Spielgerüst.”

Die Abschlussübung für alle Teilnehmer fand im Sprendlinger Bürgerpark statt. Hierbei wurde ein Brand eines Klettergerüstes simuliert. Neben dem Löschen des Gerüstes mussten die Kinder und Jugendliche auch insgesamt drei verletzte Personen versorgen.

Zum einen musste eine bewusstlose Person aus dem Gefahrenbereich gerettet werden, außerdem musste eine Person mit starken Verbrennung behandelt werden und ein entlaufenes kleines Mädchen beruhigt und zur Mutter zurückgebracht werden.

Spaß, Spaß, Spaß!

Alles in allem war es ein gelungenes Wochenende mit viel Spaß und vielen Erfahrungen für die Teilnehmer.

3. August 2013 23:55 Uhr. Alter: 4 Jahre