Großbrand im Gewerbegebiet Dietzenbach
Sie sind hier: Aktuelles » Großbrand im Gewerbegebiet Dietzenbach

Großbrand im Gewerbegebiet Dietzenbach

In der Nacht vom 26.11. auf den 27.11.2014 war das DRK Dreieich in Dietzenbach eingesetzt.

Der Großeinsatz kündigte sich für einige Dreieicher Helfer bereits 15 Minuten vor der eigentlichen Alarmierung an: In der Ferne waren Sirenen zu hören – in unserer Region ein seltener Fall, normalerweise wird per stillem Alarm (Funkmeldeempfänger) alarmiert.

Kurz nach 18:00 Uhr schrillten auch die Melder des DRK Dreieich. Einsatzstichwort: „F3, Großbrand, Einsatz für die SEG[Schnelleinsatzgruppe] Betreuung“.

Als erstes Fahrzeug rückte bereits wenige Minuten später der Gerätewagen mit angehängter Zeltheizung aus. Die nachrückenden Kräfte wurden instruiert, schon vorab die Großkaffee-Maschine zu bestücken, eine lange Nacht konnte man aufgrund der unzähligen Alarmierungen per Funk bereits jetzt erahnen.

Schon auf der Anfahrt konnte man die Flammen erkennen, der Himmel war feuerrot.

Vor Ort eingetroffen wurden wir von den Kameraden des DRK Dietzenbach empfangen, die nach Absprache die Führung an den Gruppenführer aus Dreieich abgaben. Die Einsatzleitung wies uns die Aufgabe der Abschnittleitung Sanitäts-/Betreuungsdienst und einen Platz für unserer Arbeit zu.

In sicherer Entfernung und unter Prüfung der Windrichtung wurde mittels mehrerer Lichtmaste die Fläche ausgeleuchtet und anschließend zwei Lufttragzelte aufgeblasen.

In dieser Phase waren die ersten 7 Helfer (3 Dreieich, 4 Dietzenbach) vor Ort.

In der zweiten Welle wurde dann personell auf insgesamt 17 Helfer aufgestockt, es kam der Auftrag vom OLRD[Organisatorischen Leiter Rettungsdienst] zur sanitätsdienstlichen Abdeckung der Einsatzstelle, der Dreieich Krankentransportwagen mit drei Helfer übernahm diese Aufgabe. Zwei Helfer wurden umgehend zum Einkaufen diverser Würste, Brot sowie Kaffee geschickt. Die anderen Helfer übernahmen die Aufgaben an der Einsatzstelle und ein weiterer Teil die Lebensmittelzubereitung in den Räumlichkeiten des DRK Dietzenbach.

Der später alarmierte 2. Betreuungszug (Johanniter & Malteser) baute zusätzlich ein Sanitätszelt auf und übernahm die Absicherung des rückwertigen Raums.

Schon während der ersten Versorgungswelle war klar, dass die mitgebrachten und eingekauften Lebensmittel und Getränke bei Weitem nicht ausreichen würden. An der Einsatzstelle waren bereits 200-250 Feuerwehrkräfte am Arbeiten, die Meisten von Ihnen waren noch vor dem Abendessen zum Einsatz gerufen worden.

Die Versorgung der Kräfte dauerte bis um 03:00 Uhr, im Anschluss wurde auf den Wachen nachbereitet um das Material wieder einsatzfähig zu machen.

Bilanz: 500 Würste aller Art (es wurde Alles aufgekauft, was 3 Supermärkte zu bieten hatten), 40l Suppe, 8 Kästen Wasser, 100l Kaffee und Tee. Dennoch gab es eine kleine Versorgungslücke von etwa einer halben Stunde, mitlesende Feuerwehrkameraden mögen dies entschuldigen.

Vielen Dank an alle Einsatzkräfte für die gute Zusammenarbeit, insbesondere:

  • Feuerwehren aus dem ganzen Kreis Offenbach
  • 2. Betreuungszug Kreis Offenbach (Johanniter & Malteser)
  • Organisatorischer Leiter Rettungsdienst & Lieitender Notarzt
3. Dezember 2014 18:44 Uhr. Alter: 3 Jahre